• Mama mit Klasse

Baby OH BABY


April 2020, schwanger mit Gabriele

In den letzten drei Monaten haben zwei meiner engsten Freundinnen ein Baby bekommen. Eine davon ist erst seit sehr kurzer Zeit Mama! Ich bin jedes Mal wenn eine Nachricht mit Babyfoto, Name, Geburtsgrösse- und Gewicht mich erreicht, hin und weg und denke über meine zwei vollbrachten Geburten nach. Über diese zwei Wunder, die ich erleben durfte. Nicht dass es auch die zwei schmerzhaftesten und grenzüberschreitendsten Erfahrungen meines Lebens waren. Es geht soweit, dass ich mit Frauen, die (noch) keine Kinder haben, nicht über diese Erlebnisse sprechen darf. Ich will nicht der Grund sein, dass jemand keine Kinder haben möchte, aufgrund meiner Geburtsberichte. Doch der Zauber einer Geburt überwiegt.

Während ich diese Zeilen schreibe, klopft mein Herz. Ich spüre diese Urkraft der Liebe ganz tief in mir drin, wenn ich an den Moment zurückdenke, als ich Leonardo und später Gabriele das erste Mal sah! Es war magisch. Und solch ein magischer Moment hatte ich zwei Mal in meinem Leben. Bei meinen Geburten! Jedes Mal wenn ich ein Neugeborenes sehe, spüre ich wieder diesen Zauber. Ein Zauber, der mich in den Bann zieht. Am liebsten würde ich dieses Gefühl immer wieder erleben. Ich war gerne schwanger. Ein Kind im Bauch zu spüren war der Anfang dieser Magie. In schwachen Momenten wenn mich Bilder der neugeborenen Kindern meiner Freundinnen erreichen, überkommt mich der Wunsch nach einem dritten Kind. Er verflüchtigt sich aber schnell wieder. Was auch gut so ist. So wundervoll wie Kinder sind, so anstrengend sind sie auch. Sie brüllen, machen Chaos, stehlen einem Schlaf. Wundervolle laute, chaotische Schlafräuber eben 😀. Ich bin ein melancholischer Mensch. Viele Momente meines Lebens nehme ich wahrscheinlich zu bewusst wahr. Fotoalben meiner Kinder durchblättern ist schwer für mich, da die Zeit zu sehr rennt und jeder Augenblick vergänglich ist. Dieser Moment der Geburt und das erste Kennenlernen dieses Wunders werde ich nicht mehr erleben. Das macht mich eben ein wenig melancholisch. Aber ich bin dankbar, dass ich ich es erleben durfte.