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Wieso wir getrennte Konten haben

Wenn es ums Geld geht, hört die Freundschaft auf. Ein Spruch, den einfach jeder kennt. Aber stimmt es wirklich? Ist Geld ein Grund zu streiten? Ich denke die meisten können diese Frage ähnlich beantworten: Es sollte keiner sein, aber ja es ist ein Grund für Streit.

Nun ist es bei uns so, dass wir seit bald 7 Jahren unsere gemeinsame Firma haben. Deren Gründung im 2017 übrigens möglich war, dank der unkomplizierten Unterstützung der St. Galler Kantonalbank. Sie erstellten für uns ein funktionstüchtiges Konto für Zahlungen von Kunden noch bevor unser Eintrag im Handelsregister offiziell war. Dadurch konnten wir von Anfang an professionell auftreten.


Unser gemeinsames Unternehmen, die gemeinsamen Kanäle und unsere Familie lässt vermuten, dass wir all unsere Finanzen teilen. Aber das stimmt nicht. Ja, wir haben gemeinsame Konten für gemeinsame Ausgaben. Für Ausgaben wie Ferien, Dinge für die Kinder, Wocheneinkauf, etc. Aber wir haben auch beide unsere eigenen Konten. Jeder von uns erhält einen Lohn und bezahlt dann davon auf die gemeinsamen Konten einen Betrag X ein. Zusätzlich bleibt jedem ein wenig Geld für eigene Ausgaben. So kann Kilian z.B. in Aktien investieren, ohne dass ich Angst um unser Geld habe. Und ich kann mein Geld ausgeben, für Dinge die mir wichtig sind. Ausserdem kann ich grosszügig auf die beliebte Frage "Was hat es gekostet?" antworten mit: "Geht dich nichts an!"

Die getrennten Konten bedeuten für mich aber nicht nur Unabhängigkeit sondern auch, dass wir uns Geschenke machen können, die sich nicht so anfühlen als hätte man es sich selber gekauft. Natürlich gibt es auch mit getrennten Konten reichlich Grund zum über Geld diskutieren. Aber so haben wir zumindest einen kleinen Bereich, den den anderen nichts angeht ;-)


Den Grossteil unserer Einnahmen und Ausgaben managen wir natürlich gemeinsam. Während wir zu Beginn unserer Beziehung zich verschiedene Konten hatten und kaum den Überblick über unsere Lebenskosten hatten, haben wir nun alles bei einer Bank und gemeinsam einen groben Lebensplan besprochen. Die St. Galler Kantonalbank bietet dies auch als Teil ihrer Beratung an. Dabei sprachen wir über Ziele und Zukunftspläne und auch unsere Wünsche. Im Gespräch haben wir unsere Möglichkeiten besprochen und Sparziele für unsere Zukunftspläne gesetzt. Das Gespräch hat uns sehr viel Klarheit verschafft und wir waren froh einmal schwarz auf weiss unsere finanziellen Ziele zu sehen. Das Gespräch war für uns auch klärend, weil es uns dazu gezwungen hat über finanzielle Ziele und die Zukunft zu sprechen. Wir sind beide Menschen, die gerne im Hier und Jetzt leben und nicht so gerne über die Zukunft sprechen. Aber wir müssen einsehen, dass ein solches Gespräch zumindest alle paar Jahre einmal gut tut. Und wenn es nur dafür da ist, festzustellen dass wir immer noch gemeinsame Zukunftspläne haben.


Ich bin der Meinung, dass ein offenes Gespräch über gemeinsame und auch individuelle Ziele und Vorstellungen von der Zukunft sehr viel Diskussionen erübrigt. Ebenso glaube ich daran, dass jeder für sich zur Bewahrung des Gefühls von Unabhängigkeit ein eigenes Konto haben sollte. Auch wenn darauf kein Vermögen ist, darum geht es nicht.


Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit der St. Galler Kantonalbank entstanden.

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