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Eine Reise durch den Kanton Waadt

Unsere Reise startet in Montreux

Die Stadt am Lac Léman oder in Deutsch Genfersee ist für sich allein eine Reise wert. Hier hätten wir uns am liebsten ein Haus gekauft und wären für immer geblieben. Wäre da nicht die Sprachbarriere mit dem Französisch. Für Ferien und einen Kurztrip hingegen ist es toll eine andere Sprache zu hören und selbst sein schlechtes Französisch auszupacken. Das stillt das Fernweh und lässt die Gegend noch mediterraner erscheinen.


Montreux hat uns wirklich super gefallen, wir haben dort vier Tage verbracht und teilen unsere Tipps und Must Do's in einem separaten Blogbeitrag. Inspiration für deinen nächsten Städtetrip findest du dort mit Sicherheit.


Villars und Frience

Weiter geht unsere Reise in die naheliegenden Alpen. Genauer nach Villars. Das Bergdorf auf 1300m Höhe hat eine wunderschöne Aussicht auf die Alpen, die Dents-du-Midi und das Mont-Blanc-Massiv. Dents-du-Midi heisst übrigens auf Deutsch: Zähne des Süden. Eine Destination, die im Winter vor allem für schöne Skipisten bekannt ist und sogar ein Gletscherskigebiet auf 3'000 m hat. Jetzt im Sommer ist das Gebiet zum Wandern und Biken gut geeignet. Wir machen einen Ausflug im Erholungsgebiet Frience. Die drei künstlich angelegten Badeseen mit unterschiedlichen Tiefen sind super geeignet für eine Abkühlung nach einer Wanderung oder ein Familientag am See. Das Picknick könnt ihr zu Hause lassen, denn das Restaurant le Refuge de Frience gleich daneben ist so lecker und absolut empfehlenswert. Nicht nur das Essen war super auch die Atmosphäre auf der Terrasse und der Service war einwandfrei. Übernachtet haben wir übrigens im neu renovierten Hôtel Alpe Fleurie*** Wir hatten ein Zimmer mit Bergblick und haben sehr gut geschlafen.


Bei schlechtem Wetter gibt es übrigens noch die Bäder von Villars. Das Hallenbad hat ein breites Angebot für Kinder und sogar einen kleinen Wellnessbereich nur für Erwachsende mit einem Aussenpool.


Lausanne Ouchy

Weiter geht unsere Reise durch das Waadtland nach Lausanne. Genauer in den Stadtteil direkt am See. Die Lausanner Ouchy kenne ich noch von meinem Sprachaufenthalt von vor über 10 Jahren. Damals schon war die Promenade am See der "Place to be" in Lausanne. Hier haben wir uns getroffen, gemeinsam Musik gemacht, getrunken und über Gott und die Welt philosophiert. Ja das war ich als Teenie ;-)

Lausanne hat mir damals gefallen und tut es bis Heute. Die Stadt hat einen besonderen Flair, besonders am See. Wir übernachten im Hôtel Angleterre & Résidence das Hotel war sehr schön. Mein persönliches Highlight das Frühstück auf der Terrasse mit Blick auf den See. Aber auch für das Flanieren am Wasser ist das Hotel eine super Ausgangslage. Bereits vom Zimmer aus haben wir entdeckt, dass auf der anderen Strassenseite ein Pedalo-Verleih ist. Natürlich mussten wir uns ein solches schnappen und ab aufs Wasser. Natürlich gab es auch ein leckeres Eis während wir dem Wasser entlang flanieren. Abends essen wir bei der Jetée de la Compagnie. Ein hipper Ort, der vor allem bei einem jungen Publikum enorm beliebt ist. Das Essen holt man sich beim Container und sitzt dann ans Wasser. Wer früh dran ist ergattert sich einer der Tische, alle anderen sitzen auf der Mauer und den Steinen am Wasser. Das Essen war ganz okay, die Stimmung war bombastisch. Wichtig zu wissen, es ist an einem schönen Sommerabend sehr viel los.

Ein unterhaltsames Video zu unserer Zeit in Lausanne Ouchy findet ihr auch hier.


Morges

Der nächste Stopp auf unserer Tour durchs Waadtland ist Morges. Bekannt für seine Tulpenpracht im Frühling aber auch jetzt im Sommer fällt die Blumenpracht der Stadt direkt auf. Hier fahren wir zum ersten Mal in unserem Leben mit einem E-Boot.

Das Boot hat sich komplett lautlos über den See bewegt. Es war sehr gemütlich unterwegs, also man darf es damit nicht eilig haben. Aber für einen Sprung ins Wasser und eine kleine Runde auf dem See ist es perfekt. Für das Boot braucht man entsprechend auch keinen Führerschein. Wir konnten das E-Boot mieten bei Passion Nautique nur wenige Gehminuten vom Zentrum entfernt. Eine Stunde mit dem Boot kostet 50 Franken. Man kann dort aber auch Stand up Paddles und andere Boote mieten.

Die Altstadt von Morges ist übrigens auch sehr hübsch und lädt zum Verweilen an.

Wir müssen auf jeden Fall einmal mit mehr Zeit zurückkehren und auch die naheliegenden Weinbaugebiete der La Côte besuchen.


Wir fahren weiter und übernachten unterwegs im Everness Hotel & Resort.

Das Hotel hat einen tollen grossen Garten und das Essen war sehr lecker.

Das Hotel hatte übrigens auch eine Art Wasserpark direkt vor dem Hotel auf dem Parkplatz. Aus dem gleichen Material, wie man es sonst von Hüpfburgen kennt, haben sie Wasserrutschen installiert. Das Wasser wird immer Morgens eingelassen und am Abend wieder ausgelassen. Für den Tag wird am Morgen alles neu aufgebaut. Ein riesiger Aufwand, den eine Vielzahl Familien zu schätzen wussten. Der Park war voller Familien mit kleinen Kindern, die sich austoben wollten. Kylara war noch zu klein und wir definitiv zu alt für den Trubel und die Hüpfburg-Rutschen, weshalb wir nur kurz vorbei schauten.


Vallée de Joux

Rund eine Stunde fahren wir am nächsten Morgen mit dem Auto weiter ins Vallée de Joux. Es regnet leicht, als wir bei unserem Ausflugsziel beim Altitude 1004 ankommen. Dennoch mieten wir zwei Kayaks und erleben so den Lac de joux vom Wasser aus. Das Altitude 1004 ist übrigens nicht nur ein Verleih von Utensilien für diverse Wasseraktivitäten sondern auch ein schöner Campingplatz. Soweit wir das einschätzen können. Wir sind selber selten auf Campingplätzen. Die Lage ist aber definitiv einmalig und wir haben nur zufriedene Gesichter angetroffen.

Mein erster Eindruck war, dass ich mich ernsthaft gefragt habe, ob wir hier noch in der Schweiz sind. Es fühlte sich an wie irgendwo in Kanada. Das Herz des Vallée de Joux ist definitiv der gleichnamige See, der für ein Kayakausflug oder zum Windsurfen sowie andere Aktivitäten auf dem Wasser super ist. Übrigens im Winter kann man auf dem See Schlittschuhlaufen. Auch die herbe unversehrte Natur fällt einem direkt auf sowie die Uhrmacherkunst, die hier Tradition hat.

Gegessen haben wir hier übrigens ebenfalls ausgezeichnet. Wir können euch die Brasserie les Combières empfehlen, die übrigens ihr eigenes Bier braut. Ausserdem haben wir beim Hôtel Bellevue Le Rocheray*** sehr gut gegessen. Da dieses Hotel bereits ausgebucht war, haben wir im Hôtel de la Lande*** übernachtet. Wir waren in einem der renovierten Zimmer (Achtung nicht alle sind renoviert) und haben sehr gut geschlafen.


Das war der letzte Stopp unseres Sommerabenteuers durchs Waadtland. Die Reise entstand in Zusammenarbeit mit Vaud Promotion. Wir haben mehrere Videos zu den Aktivitäten in der Region für sie gedreht. Die Videos zeigen, wie sich der Sommermood im Waadtland besonders geniessen lässt.